Naturfreundehäuser

Über uns

NaturFreunde-Literatur aus Sachsen

Eine Idee lebt(e) weiter!

Vorträge zur Geschichtskonferenz "Eine Idee lebt(e) weiter!" am 7./8. März 2015

herausgegeben von NaturFreunde Sachsen e.V., Dresden, 2017

Bestellen über Landesverband Sachsen
Hubert Höfer
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100 Jahre sächsische Begeisterung für die NaturFreunde-Idee

Festvortrag zum 100. Gründungstag des Landesverbandes Sachsen am 24. November 2012

herausgegeben von NaturFreunde Sachsen e.V., Dresden, 2012

Bestellen über Landesverband Sachsen
Hubert Höfer
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20 Jahre NaturFreunde Deutschlands, Ortsgruppe Löbau e.V.

herausgegeben von NaturFreunde Löbau e.V., Löbau 2010

Bestellen über Ortsgruppe Löbau
Klaus-Dieter Fuchs
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Chronik 20 Jahre Naturfreunde Löbau

 

Rote Bergsteiger. Unterwegs auf ihren Spuren im Elbsandsteingebirge.

herausgegeben von Joachim Schindler, AkuBiZ e.V. Pirna, 2008

 

Bestellen über Joachim Schindler

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 Rote Bergsteiger

Sächsischer NaturFreunde-Almanach

herausgegeben von NaturFreunde Sachsen e.V.,Dresden 2005

EineIdee lebt...

...dieses Motto im Jubiläumsjahr 2005 der NaturFreunde Deutschlands hat uns angeregt, in einem NaturFreunde-Almanach uns und unsere Arbeit im schönen Sachsenland allen Freunden der Natur in Nah und Fern vorzustellen. Unser Almanach soll ein kleiner Wegweiser sein, der von der Geschichte und den Traditionen unserer lebendigen Organisation in die Gegenwart aktiven Naturfreundelebens führt.

Bestellen über Landesgeschäftsstelle

Sybille Ott

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 Sächsischer Naturfreunde-Almanach

Wandern im Leipziger Land

herausgegeben von Jürgen Lorenz, Pro Leipzig Verlag, Leipzig 2004 

Folgen Sie dem erfahrenen Wanderführer und Naturfreund Jürgen Lorenz durch die Zschampertaue, durchs Ellerbachtal nach Lützen, auf dem "Holzweg" Richtung Lauer, auf die "Zschochersche Alpspitze", zu den Imnitzer Lachen, auf dem "gelben Weg" nach Naunhof, durch "steinreiche" Gegenden, auf dem "Kohlhaasweg" nach Bad Düben oder auf dem "Benndorfer Ring" durch die Goitzsche. Genaue Karten, Servicehinweise und mehr als 400 farbige Abbildungen begleiten Sie dabei in diesem Büchlein. Bei der Auswahl der Pfade achtete der Autor darauf, daß die Wanderer fast immer wenigstens eine Handbreit gewachsenen Boden unter den Füßen haben.

Bestellen über Pro Leipzig Verlag

www.proleipzig.eu

 Wandern im Leipziger Land

Zwei halbe und ein ganzes Dutzend Gedichte, Lieder, Geschichten 

herausgegeben von Werner Lehmann, NaturFreunde Dresden, 2003

 

Bestellen über NaturFreunde Dresden e.V.

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 Sächsische Naturfreundegeschichten

Sächsische Naturfreundegeschichte(n) – Als vor 80 Jahren die ehemaligen Pulverhäuser der Festung Königstein Naturfreundehäuser wurden

herausgegeben von Joachim Schindler, Dresden 2002

 

Bestellen über NaturFreunde Dresden e.V.

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 Als vor 80 Jahren die ehemaligen Pulverhäuser der Festung Königstein Naturfreundehäuser wurden

Chronik und Dokumentation zur Geschichte von Wandern und Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz sowie zur Entwicklung touristischer Organisationen in Sachsen

2 Bände, Joachim Schindler, Dresden 1996 und 2001

Bestellen über Joachim Schindler

e-Mail: 

 

 

NaturFreunde-Links

Naturfreunde in Deutschalnd

Der Bundesverband NaturFreunde Deutschlands gliedert sich in 18 eigenständige Landesverbände. Mehr Informationen zum Bundesverband erhalten Sie auf der Internetseite www.naturfreunde.de

NaturFreunde Baden
NaturFreunde Bayern
NaturFreunde Berlin
NaturFreunde Brandenburg
NaturFreunde Bremen
NaturFreunde Hamburg
NaturFreunde Hessen
NaturFreunde Mecklenburg-Vorpommern
NaturFreunde Niedersachsen
NaturFreunde Nordrhein-Westfalen
NaturFreunde Rheinland-Pfalz
NaturFreunde Saarland
NaturFreunde Sachsen-Anhalt
NaturFreunde Schleswig-Holstein
NaturFreunde Teutoburger Wald
NaturFreunde Thüringen
NaturFreunde Württemberg

Mitglieder der Naturfreunde Internationale (NFI)

Die Mitglieder der NFI gliedern sich in drei Mitgliedskategorien: Mitglieder mit vollem Stimmrecht (A-Mitglieder), Mitglieder mit eingeschränktem Stimmrecht (B-Mitglieder) und Mitglieder ohne Stimmrecht (C-Mitglieder). Derzeit (Stand: 31.12.2012) besteht die NFI aus 23 A-Mitgliedern (siehe Liste) und 22 C-Mitgliedern. Kontakt zu allen NFI-Mitgliedern erhalten Sie auf der Internetseite www.nfi.at

1. Naturfreunde Belgien-Flandern
2. Naturfreunde Belgien-Wallonien
3. Naturfreunde Dänemark
4. Naturfreunde Deutschlands
5. Naturfreunde Finnland
6. Naturfreunde Frankreich
7. Naturfreunde Griechenland
8. Naturfreunde Italien
9. Naturfreunde Niederlande
10. Naturfreunde Österreich
11. Naturfreunde Polen
12. Naturfreunde Rumänien
13. Naturfreunde Schweden in Arbeit
14. Naturfreunde Schweiz
15. Naturfreunde Senegal in Arbeit
16. Naturfreunde Slowakei
17. Naturfreunde Südtirol in Arbeit
18. Naturfreunde Togo
19. Naturfreunde Tschechien
20. Naturfreunde Ungarn
21. Naturfreunde USA
22. Naturfreunde Vereinigtes Königreich
23. Naturfreunde Zypern in Arbeit

Aufbau des NaturFreunde-Netzwerkes

Die NaturFreunde sind eine internationale Umwelt-, Kultur-, Freizeit- und Touristikorganisation. Von österreichischen Sozialisten 1895 in Wien gegründet, gehören heute zur NaturFreunde-Bewegung etwa 500.000 Menschen in 45 Mitgliedsorganisationen, darunter fast 75.000 in Deutschland. Die NaturFreunde Internationale (NFI) als Dachverband hat ihren Sitz in Wien.

Das NaturFreunde-Netzwerk ist demokratisch und föderalistisch aufgebaut, das Spitzenorgan in Deutschland ist der Bundeskongress. Er tritt alle drei Jahre zusammen und besteht aus Bundesvorstand, Vertreter/-innen aus Landesverbänden, Fachgruppen und Naturfreundejugend. Die Landesvertreter/-innen werden aus Delegierten der Ortsgruppen und Bezirke in den Landeskonferenzen bestimmt. In Deutschland gibt es in allen Bundesländern Landesverbände.

Sie koordinieren Arbeit und Projekte auf regionaler bzw. örtlicher Ebene. An der Basis arbeiten allein in Deutschland ca. 650 Ortsgruppen, die auch die rund 450 Naturfreundehäuser bewirtschaften.

Von Anfang an haben wir es als unsere Aufgabe angesehen, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten – nicht in spektakulären Aktionen, sondern durch engagierte Arbeit vor Ort. Aus der Arbeiterbewegung entstanden, setzen wir uns ein für eine Welt ohne Krieg, gegen Unterdrückung und Ausbeutung von Mensch und Natur. Obgleich parteipolitisch und religiös unabhängig treten wir ein für eine offene Welt mit sozialer Gerechtigkeit und Demokratie in allen Lebensbereichen.

Traditionell orientieren wir NaturFreunde uns am Leitbild der Nachhaltigkeit und setzen dies in unserer Projektarbeit, in Kultur, Sport, Reisen und Erholung in unseren Naturfreundehäusern um. Dazu kooperieren wir mit unseren Partnerorganisationen und beteiligen uns z.B. durch Mitgliedschaften im Deutschen Naturschutzring, dem Dachverband der deutschen Umweltverbände.

Das Mitgliedermagazin NATURFREUNDiN erscheint viermal im Jahr und wird in einer Auflage von etwa 60.000 Exemplaren an die Mitglieder verschickt und in den Naturfreundehäusern ausgelegt.

Leitbild Nachhaltigkeit der NaturFreunde Deutschlands

Eine nachhaltige Welt ist möglich

Die Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant verändert. Ressourcenverschwendung, Klimawandel und Artensterben sind dabei, den Globus zu zerstören. Das ungebremste Streben nach Profit und mehr materiellem Wohlstand in den industrialisierten Ländern gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen. Ein Wirtschaftswachstum, das auf hemmungslosen Ressourcenverbrauch ausgerichtet ist, ist zum Fetisch geworden.

Mit der Globalisierung verschmilzt die Welt immer mehr zu einem einzigen Markt. Das Kapital ist grenzenlos und lässt die Demokratie, die Bürgerinnen und Bürger, sogar große Teile der Wirtschaft in den Nationalstaaten zurück. Im globalen Kapitalismus haben sich in den letzten Jahren Rücksichtslosigkeit und Kurzfristigkeit im Handeln ausgebildet. Weltweit schreitet die Zerstörung der Natur voran, in vielen Gesellschaften nimmt die Ungleichheit zu.

Die nüchterne Analyse der gravierendsten ökologischen Probleme ist eindeutig:

  • Die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas haben die Konzentration von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre so stark erhöht, dass ein radikaler Klimawandel droht.
  • Noch nie sind in so kurzer Zeit so viele Arten ausgestorben.
  • Die Weltfischbestände sind extrem geschrumpft. Damit ist eine wichtige Nahrungsquelle der Menschheit gefährdet.
  • Die Süßwasserreserven nehmen in vielen Teilen der Welt dramatisch ab.
  • Weltweit lassen sich an fast 2.000 Millionen Hektar Böden mehr oder weniger schwere Erosionserscheinungen feststellen.

Wir haben den Ernst der Lage begriffen: Auf dem Spiel stehen ein menschenwürdiges Leben, der Friede auf der Welt und nicht zuletzt die Bewohnbarkeit unseres Planeten. Wir müssen neue Wege gehen, um unsere Ziele zu verwirklichen, denn die alte Formel „Wachstum löst alle Probleme“ hilft nicht mehr. Der enge Zusammenhang zwischen Wachstum, Beschäftigung und Verteilung, der in den letzten Jahrzehnten viele Probleme entschärfen konnte, gerät an soziale und ökologische Grenzen. Seit 1987 verwenden die Vereinten Nationen den Begriff »Nachhaltige Entwicklung« für Handlungsstrategien, die gleichzeitig wirtschaftliche Entwicklung, sozialen Zusammenhalt und ökologische Grenzen berücksichtigen. Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heute lebenden Menschen entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu gefährden. Nachhaltigkeit erfordert aber auch Gerechtigkeit zwischen den Menschen und den Völkern innerhalb der heute lebenden Generation.

Nachhaltigkeit

  • übernimmt Verantwortung für das Leben künftiger Generationen. Insofern ist sie nicht vereinbar mit der heutigen Kurzfristigkeit, die ökonomische Entscheidungen prägt;
  • ermöglicht den fairen Interessenausgleich zwischen Ökonomie, Sozialem und Ökologie. Sie ist das Gegenteil der einseitigen Dominanz der Ökonomie, der sich alles unterordnen soll;
  • fördert Vielfalt und Dezentralität. Sie grenzt sich von dem ökonomischen Einheitsdenken des Neoliberalismus ab;
  • stärkt die Demokratie, weil sie den Gestaltungsspielraum der Politik erweitert und mehr Demokratie und Partizipation möglich macht, statt ihre Entmachtung und Monopolbildung voranzutreiben.

Nachhaltigkeit verwirklicht mehr Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlfahrt, um die Globalisierung zu gestalten. Sie stellt die Weichen für ein Jahrhundert der Ökologie, das einen neuen Fortschritt möglich macht, der wirtschaftliche Stabilität mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit verbindet. Dafür brauchen wir Reformen in vier großen Bereichen:

  1. Eine Reform der Wirtschafts- und Unternehmensverfassungen, damit sie sozial- und umweltverträglich werden;
  2. eine Neudefinition des technischen Fortschritts, der die ökologischen Notwendigkeiten für ökonomische Chancen und mehr Beschäftigung nutzt;
  3. eine Gerechtigkeitspolitik, die die Lasten des Umbaus, aber auch die Chancen der neuen Märkte fair und gerecht verteilt, nicht nur innerhalb unserer Gesellschaft, sondern auch zwischen Nord und Süd, heutigen und künftigen Generationen;
  4. ein Verständnis von Freiheit und Verantwortung, das der Endlichkeit und Begrenztheit des Naturkapitals gerecht wird.

Nachhaltigkeit als ureigenes Thema der Naturfreundebewegung

Die NaturFreunde nennen sich seit dem Bundeskongress 2001 »Verband für Nachhaltigkeit«. Unter nachhaltiger Entwicklung verstehen wir dabei die Gestaltung einer Gesellschaft, die sich mit ihren Zielen, Lebensstilen und Handlungsstrategien nicht nur am Heute, sondern auch am Morgen ausrichtet. Das bedeutet, dass bei der Befriedigung aktueller Bedürfnisse die Folgen für alle Menschen und vor allem auch für künftige Generationen mitbedacht werden müssen.

Die Grundwerte unseres Verbandes sind Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Wenn wir weiterhin in Freiheit leben wollen, müssen wir gute Lebenschancen für alle Menschen sichern. Wenn wir bei knapper werdenden Ressourcen Gerechtigkeit verwirklichen wollen, müssen wir anderen von unserem Wohlstand abgeben. Wenn wir in einer begrenzten Welt Solidarität praktizieren wollen, müssen wir den nachhaltigen Ertrag unseres Planeten miteinander teilen.

Wir brauchen eine Landwirtschaft, die alle Menschen ernähren kann, ohne immer energieintensiver zu werden. Wir brauchen Energie und Mobilität, die ohne Treibhausgase auskommen. Wir brauchen ökonomische und politische Strukturen in der Welt, die es ermöglichen, Bildung, Gesundheit und Nahrung so zu verteilen, dass sie allen Menschen auf der Erde zugänglich sind.

Wenn sich in den nächsten Jahrzehnten Klimawandel und Ressourcenverknappung zuspitzen, wird es die Menschen in der so genannten Dritten Welt zuerst treffen. Sie werden nicht in der Lage sein, sich die Technologien zu leisten, mit denen Rohstoffe und Energie effizienter eingesetzt werden können. Deshalb hat Nachhaltigkeit auch eine große entwicklungspolitische Bedeutung.

Visionen einer nachhaltigen Zukunft

Nachhaltigkeit und technische Entwicklungen

Nachhaltigkeit ist bisher eher ein Prinzip oder ein Bekenntnis zu einer gesellschaftlichen Utopie als eine naturwissenschaftlich-technische Handlungsanleitung für den zukunftsfähigen Umbau der Gesellschaft geblieben. Sie erfordert einen bisher nicht geleisteten Paradigmenwechsel von einer auf quantitatives Wachstum angelegten Wirtschaft zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft. Der enge Zusammenhang zwischen Wachstum, Beschäftigung und Verteilung, der in den letzten Jahrzehnten viele Probleme entschärfen konnte, ist an seine ökologischen Grenzen geraten. Bei uns und anderswo muss das schrumpfen, was nicht sozial- und umweltverträglich ist und das wachsen, was die Wohlfahrt und Leistungskraft steigert, ohne die natürlichen Lebensgrundlagen zu schädigen und die soziale Gerechtigkeit zu verletzen.

Fortschritt ist kein Selbstzweck mehr, sondern soziale, technische und ökologische Erfindungen haben sich an den Bedürfnissen des Menschen und der Zukunftsfähigkeit der globalen Entwicklung auszurichten. Ohne die Einführung ökologisch angepasster Strategien und Technologien wird eine nachhaltige Entwicklung nicht möglich sein. Und ohne ein Vorhandensein entsprechender Technologien wird auch der Erhalt unseres Lebensstandards nicht möglich sein. Insofern geht es darum, ökologisch nicht angepasste Technologien weniger attraktiv zu machen und die Entwicklung und Verwendung umweltverträglicher Alternativen entsprechend zu fördern.

Dies kann u.a. geschehen durch

  • gesetzliche Regelungen und Vereinbarungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene,
  • eine steuerliche Begünstigung umweltverträglicher Technologien,
  • eine stärkere Abgabenbelastung nicht nachhaltiger Technologien und
  • die Anpassung von Standards an den jeweiligen Marktführer in nachhaltigen Technologien.

Um eine solche Strategie umsetzungsfähig zu machen, sind konkrete und glaubwürdige Zukunftsszenarien erforderlich, welche die notwendige Sensibilität und politische Aktualität für Themen wie z.B. den Klimawandel, die Artenvielfalt oder mögliche Folgen der Gentechnik schaffen. Der UN-Weltklimareport des IPCC hat dies gegenwärtig erreicht. Und die Politik hat die Gelegenheit genutzt: Die Verabredungen auf dem EU-Gipfel vom vergangenen März und beim G8-Gipfel in Heiligendamm gehen in die richtige Richtung, sind aber noch lange nicht am Ziel angekommen.

Wesentliche Elemente einer „Nachhaltigkeitsstrategie“ sind

  • die Reduktion des Ressourcenverbrauchs,
  • die Verminderung der Emission schädlicher Substanzen für Umwelt und Gesundheit und
  • die Sicherung gerechter Lebenschancen und Lebensbedingungen, z.B. durch Zugang zu Bildung, Arbeitsmöglichkeiten, Sicherung der Lebensqualität, Infrastruktur und medizinische Versorgung.

Armutsbekämpfung und die Zukunftsfähigkeit der Sozialsysteme sind genauso Bestandteile jeder Nachhaltigkeitsstrategie wie die Teilhabe der Menschen am Haben und Sagen.

Nachhaltigkeit ist als oberstes Prinzip für alle Politikbereiche zu verankern: Entscheidungen in allen Politik- und Wirtschaftsbereichen dürfen erst nach einer umfassenden, interdisziplinären Abschätzung der ökonomischen, sozialen und ökologischen Folgen getroffen werden.

Nachhaltigkeit und Naturschutz

Der Naturschutz behält auch in Zukunft seine Bedeutung. Arten dürfen nicht durch menschengemachten Raubbau zugrunde gehen. Wälder und Feuchtgebiete sind notwendige CO2-Senken. Aber es reicht heute nicht mehr aus, die Natur mit einzelnen bewahrenden Maßnahmen schützen zu wollen. Die Geschwindigkeit, mit der immer mehr Arten aussterben, macht deutlich, welchen Anpassungsdruck der „Global Change“ auf alles Leben und letztlich auch für den Menschen mit sich bringt.

Die große Herausforderung für Mensch und Natur besteht heute darin, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen und gleichzeitig alles dafür zu tun, die Veränderungen zu verlangsamen. Noch ist es zum Beispiel möglich, den weltweiten Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert auf zwei Grad zu begrenzen. Voraussetzung dafür ist eine Politik des schnellen Umsteuerns zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Die NaturFreunde zeigen besonders mit ihren sportlichen Aktivitäten und den Ideen eines sanften, nachhaltigen Tourismus, dass eine nachhaltige Nutzung der Natur möglich ist. Wir kümmern uns dabei traditionell um Naturschutz und Biodiversität. Trotzdem sind unsere Aktivitäten nicht auf einen einseitigen Naturschutz ausgelegt, sondern auf ein verantwortungsvolles Leben in und mit der Natur. Unsere Konzepte zeigen, dass es möglich ist, die Natur zu nutzen und zu genießen, ohne sie zu zerstören. Diese Ideen müssen wir weiterentwickeln und anderen vermitteln.

Nachhaltigkeit und Lebensqualität

Nachhaltigkeit ist allein durch technische Neuerungen und eine damit verbundene Effizienzsteigerung beim Einsatz von Energie und Rohstoffen nicht erreichbar. Wohlhabende Gesellschaften auf der Nordhalbkugel müssen sich auch beschränken. Ohne Einschränkungen können die natürlichen Lebensgrundlagen langfristig nicht erhalten werden. Sie müssen nicht einen Verlust für die Lebensqualität bedeuten. WissenschaftlerInnen haben ermittelt, dass von einem relativ niedrigen Jahreseinkommen an die Lebenszufriedenheit mit höheren Einkommen nicht mehr zunimmt. Im Gegenteil: Immaterielle Freizeitgewohnheiten wie die Pflege von Beziehungen, das gemeinsame Erleben mit Freunden, die Selbstverwirklichung und gesellschaftliches Engagement haben einen wesentlich größeren Einfluss auf das Wohlbefinden als Geld und Konsum.

Wir NaturFreunde haben schon vor über 100 Jahren erkannt, dass man für ein erfülltes und solidarisches Leben keinen ungebremsten Konsum, sondern ein gemeinsames Leben von Werten im Einklang mit unserer natürlichen Umwelt braucht. Auch heute noch ist das gemeinsame Erarbeiten und Erleben von sozialen Beziehungen und Natur für uns ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung antikapitalistischer und nachhaltiger Lebensstile. Wir werden auch weiterhin für eine gerechte Verteilung von Reichtum und Ressourcen kämpfen. Wir werden aber auch zeigen, dass Geld sinnvoller und auch für jeden persönlich sinnstiftender in einem nachhaltigeren Konsum angelegt ist.

Bildung für Nachhaltigkeit

Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Das Wissen um ökologische Zusammenhänge reicht dabei jedoch nicht aus, um die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen anzustoßen. Hinzukommen müssen Fähigkeiten und eine aus­reichende Motivation, die den Einzelnen in die Lage versetzen, individuell und kollektiv im Sinne der Nachhaltigkeit zu handeln.

Bildung für nachhaltige Entwicklung kann nur erfolgreich sein, wenn sie gleichzeitig Menschen in die Lage versetzt bei ihren eigenen Entscheidungen „nachhaltig“ vorzugehen und sich politisch und gesellschaftlich für den notwendigen Wandel einzusetzen.

Die NaturFreunde wollen dafür die UNO-Dekade zur „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (2005 bis 2014) nutzen.

Nachhaltigkeit für die EINE Welt

Die weltweit bestehenden Ungleichheiten sind ein großes Hemmnis für eine nachhaltige Entwicklung. Eine globale Nachhaltigkeitsstrategie muss deshalb die unterschiedliche Situation armer und reicher Länder berücksichtigen und für alle Nationen gangbare Wege zu mehr Nachhaltigkeit aufzeigen. Gleichzeitig muss die ungerechte Weltwirtschaftsordnung geändert werden. Ohne einen Ausgleich zwischen Arm und Reich kann keine dauerhaft umweltverträgliche Entwicklung erreicht werden. Und der Schwerpunkt der Welt wird sich nach Süden verlagern. Dort in den Schwellenländern wird 94 % des zukünftigen Bevölkerungswachstums stattfinden.

In vielen dieser Länder verbindet sich zurzeit ein rasantes Wirtschaftswachstum mit zunehmender sozialer Ungleichheit, stark steigendem Ressourcenverbrauch und gering ausgebildetem Umweltbewusstsein. Wenn die derzeitigen Schwellenländer unser Wirtschaftsmodell und unseren Ressourcenverbrauch kopierten, würde sich die weltweite Umweltsituation in kurzer Zeit dramatisch verschlechtern. Unter dem Anspruch einer gerechten Verteilung von Ressourcen bei gleichzeitiger Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen sind daher gerechtere Ver­teilungsmechanismen für den Ressourcenverbrauch zu entwickeln. Deshalb müssen Aspekte der Ressourcenschonung, der Umwelttechnologie und der Umweltbildung stärker als bisher die Entwicklungszusammenarbeit bestimmen.

Eine nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik

Die rot-grüne Koalition hat mit der Einführung der Ökosteuer einen richtigen Weg eingeschlagen, um den Faktor Arbeit zu entlasten und den Verbrauch von Energie stärker zu belasten. Dieses Konzept sollte fortgesetzt und um eine stärkere steuerliche Belastung des Verbrauchs von Rohstoffen und Boden ergänzt werden.

Um die Einseitigkeit ökonomischer Kennziffern (z.B. Bruttoinlandsprodukt) zu überwinden, sollten zunehmend ökologische Kennziffern in die gesellschaftlichen und ökonomischen Leistungsbilanzen aufgenommen werden. Das quantitative Wirtschaftswachstum ist noch immer auf die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen ausgelegt. Das Bruttoinlandsprodukt stellt perverserweise auch Umweltzerstörung als „Wachstum“ dar. Dies muss sich dringend ändern!

Aufgabe der Politik ist es, die Rahmenbedingungen für eine ressourcensparende und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen. Dazu gehört, dass Kostenberechnungen von Produkten und Dienstleistungen zukünftig den Verbrauch an Ressourcen und die entstehenden Umwelt­schäden einbeziehen.

Wirksame Instrumente wären hierbei:

  • Ein europaweiter Ausbau von Energiesteuern und die Förderung regenerativer Energien.
  • Eine Besteuerung des Ressourcenverbrauchs entsprechend ihrer Knappheit. So müssten knappe, nicht regenerative Ressourcen stärker besteuert werden als nachwachsende Rohstoffe.
  • Eine massive Umsteuerung der staatlichen Subventionspolitik. So müssen umweltfreundliche Technologien und Verhaltensweisen gefördert werden, während nicht nachhaltige Ansätze nicht subventioniert werden dürfen (Kohle-, Diesel- und Kerosinsubventionen, Pendlerpauschale, intensive Landwirtschaft, Flächenversiegelung).

Nachhaltige Energienutzung

Die erfolgreichste Methode zur Verringerung des CO2-Ausstoßes ist die Einsparung von Energie, und zwar sowohl im Industrie- und Dienstleistungsbereich als auch in jedem Haushalt. Eine CO2-neutrale Energieversorgung kann es nur mit der Nutzung regenerativer Energiequellen geben. Die Atomenergie wäre auch dann keine Lösung, wenn die Entsorgungsfrage geklärt wäre. Sie ließe sich nicht weltweit zur Stromversorgung heranziehen und auch ihr Rohstoff Uran stünde nur zeitlich befristet zur Verfügung.

Sonnenenergie in allen ihren Formen ist dagegen eine unerschöpfliche Energiequelle. Die Sonne strahlt täglich eine Energiemenge von gut 1 Trillion Kilowattstunden (eine 1 mit 18 Nullen!) auf die Erde herab. Das entspricht etwa dem 10.000-fachen des Weltprimärenergiebedarfs. Daneben ist es theoretisch bereits heute technisch möglich, den gesamten Energiebedarf Europas über Windenergie zu decken.

Für eine nachhaltige Mobilität

Die Mobilität für Menschen und Güter muss nachhaltiger als bisher organisiert werden. Wir brauchen deshalb die weitere Verlagerung von Verkehr auf die Schiene und eine konsequente Senkung des CO2-Ausstoßes im Straßenverkehr. Von den geplanten EU-Vorgaben (120 g CO2/km) darf es auch in Deutschland keine Ausnahmen geben.

Der Flugverkehr muss endlich entsprechend seinen ökologischen Folgen steuerlich belastet werden. Innovationen im Umweltverbund aus Bahn, Bus, Fahrrad und Zufußgehen führen noch immer ein Schattendasein. Der öffentliche Personennahverkehr muss stärker unterstützt werden.

Eine nachhaltige Landwirtschaft

Ziel einer nachhaltigen Ernährung sollte es neben den gesundheitlichen Aspekten sein, dass wir uns von der Vorstellung verabschieden, immer alles überall verfügbar zu haben. Die Herstellung landwirtschaftlicher Produkte in Gegenden und auf Böden, die dafür nicht geeignet sind, verursacht immense Kosten: Von der Düngung über Bewässerung bis hin zur Lagerung. Wir sollten unser Ernährungsverhalten an unsere Umwelt anpassen und natürliche saisonale wie regionale Schwankungen in der Verfügbarkeit bestimmter Nahrungsmittel akzeptieren. Der Fleischkonsum sollte aus ökologischen Gründen eingeschränkt werden: Vom Energiegehalt der Pflanzen gehen 90 % auf dem Weg zum Rind verloren. Die NaturFreunde Deutschlands setzen sich in ihren Häusern, auf ihren Reisen und Freizeiten für eine bewusste Ernährung zur Schonung der natürlichen Ressourcen ein.

Ausblick

Wir befinden uns an einem Scheidepunkt der menschlichen Geschichte. Wenn nicht in den nächsten Jahren die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung gestellt werden, werden die von Menschen bewirkten Umweltveränderungen noch in diesem Jahrhundert zu katastrophalen Folgen für unsere Gesellschaft und unser Leben führen. Und die Kosten für die Bewältigung werden gigantisch sein. Trotz dieser Erkenntnisse sind wir in den letzten beiden Jahrzehnten einer nachhaltigen Lebensweise kaum näher gekommen.

Für die NaturFreunde steht die Nachhaltigkeit schon seit Jahren auf der Agenda. Wir werden uns weiterhin dafür engagieren, dass ökologische und soziale Ziele in der Politik vorrangig vor ökonomischen Zielen verfolgt werden. Nachhaltiges Denken und Handeln müssen so kommuniziert und gelebt werden, dass sie für möglichst viele Menschen akzeptabel und für immer mehr Menschen sogar attraktiv sind, auch wenn damit Verzicht verbunden ist. Nachhaltigkeit kann nicht von oben herab verordnet werden. Betroffene müssen als Akteure Prozesse mitgestalten können. Projekte und Veranstaltungen der NaturFreunde Deutschlands können als Beispiel dafür dienen, wie die Partizipation erfolgreich gestaltet und Elemente einer zukünftigen nachhaltigen Gesellschaft schon in der Gegenwart erlebt werden können. Bildung für nachhaltige Entwicklung hat eine Schlüsselfunktion für die Verbreitung nachhaltiger Lebensstile.

Eine nachhaltige Welt ist möglich. Die NaturFreunde leisten mit ihrer Arbeit in den Ortsgruppen, Landesverbänden und auf Bundesebene einen Beitrag dazu, dass sie Wirklichkeit wird. Der Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands wird in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Fachgruppen sowie den Gliederungen der NaturFreunde und der Naturfreundejugend ein Nachhaltigkeitskonzept für den Verband erarbeiten. In dem Nachhaltigkeitskonzept sollen verbindliche Ziele für eine nachhaltige Ausrichtung des Verbandes diskutiert und festgelegt werden.

Dazu gehört die Beschreibung einer nachhaltigen Gestaltung von

  • Reisen und Freizeiten der NaturFreunde und der Naturfreundejugend
  • Naturfreundehäusern und ihrer Bewirtschaftung
  • Sportlichen Angeboten der NaturFreunde Deutschlands
  • Bildungs- und Kulturveranstaltungen sowie
  • Gruppentreffen und Gremiensitzungen

Neben der Festlegung von Zielen für die NaturFreunde Deutschlands werden gemeinsam mit den jeweiligen ExpertInnen im Verband konkrete Arbeitshilfen zur nachhaltigen Gestaltung der NaturFreunde-Arbeit erstellt.

Dieses "Leitbild Nachhaltigkeit" wurde auf dem 27. Bundeskongress der NaturFreunde Deutschlands vom 14.-16. März 2008 in Mannheim beschlossen. Es ist die Weiterentwicklung des 2001 verabschiedeten Manifest Nachhaltigkeit.

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