Die Grenzen des Flugverkehrs sind erreicht

Erst ein Umdenken in der Mobilität wird Mensch und Umwelt schützen

Berlin, 6. September 2013 – „Natürlich erhöhen Flugzeuge die Mobilität der Menschen und ermöglichen auch sozial schwächeren Schichten, ferne Ziele zu erreichen. Aber mit dem Flugverkehr sind enorme Umweltschäden verbunden“, erklärt der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller. „Und das nicht nur in höheren Luftschichten, in denen der Abbau der Emissionen sehr viel länger dauert und auch chemische Reaktionen auslösen kann, sondern vor allem durch die Lärmschädigungen im Umkreis von Flughäfen.“

Der Luftverkehr sei ein Spiegelbild der Moderne, die in ihrer Janusköpfigkeit große Fortschritte gebracht habe, aber auch eine ganz neue Dimension von Gefahren eröffne. Der explosionsartige Anstieg des Flugverkehrs, die Expansionsorgien der Billigflieger und die Dauerlärmbelastungen seien nicht vereinbar mit der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen und dem Schutz der menschlichen Gesundheit. Das Umweltbundesamt hatte in einer Studie festgestellt: Lärm tötet. Auch verschiedene Gerichtsurteile fordern, mehr für den Schutz der menschlichen Gesundheit zu tun.

Das für Umweltfragen zuständige Vorstandsmitglied der NaturFreunde Deutschlands, Eckart Kuhlwein, meint: „Unser Motto ‚Berg frei!’ zeigt, dass unsere Geschichte verbunden ist mit dem Ziel, allen Menschen das Recht auf Freizeit und Erholung zu ermöglichen. Unsere Warnungen haben nichts mit Fortschrittsfeindlichkeit zu tun. Aber es gibt eben Umkipppunkte und Schutzbedürfnisse, die im Flugverkehr nicht beachtet werden.“

Die NaturFreunde Deutschlands fordern, die längst überfällige steuerliche Gleichbehandlung des Luftverkehrs mit anderen Verkehrsträgern umzusetzen und eine verursachergerechte Zuordnung der ökologischen Folgeschäden vorzunehmen.

Darüber hinaus sind die strikte Einhaltung der Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr, eine Stärkung der Bürgermitsprache bei der Festlegung von Flugrouten, transparente ökologische Bewertungen von Flugzeugen und klare Verbote für Flugzeuge mit hohen Emissionen unabdingbar. Die NaturFreunde halten auch die Strategie der großen Drehkreuze für problematisch, denn dadurch werden Anschluss- oder Zulieferflüge nötig. Bei Strecken unter 500 Kilometern sollte der Luftverkehr auf die Schiene verlagert werden.

Michael Müller ist überzeugt: „Mobilität darf nicht zum Luxus werden, aber die Zeit des Schneller, Höher, Weiter gerät an Grenzen. Nur wenn wir uns dieser Wahrheit stellen, können wir sinnvolle und nachhaltige Alternativen entwickeln. Die NaturFreunde Deutschlands sind ein traditionsreicher Umwelt-, Sport- und Tourismusverband. Unsere Naturfreundehäuser in ganz Deutschland bieten Erholung, ohne dass man dafür durch die Luft jetten muss.“

Rückfragen bitte an
NaturFreunde Deutschlands
Michael Müller
Bundesvorsitzender
(0172) 246 21 25
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www.presse.naturfreunde.de


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