Politisches Engagement

Positionspapier Flucht und Asyl

Beschlossen zur Landeskonferenz der NaturFreunde Sachsen am 21.11.2015 in Naunhof

Noch nie seit dem zweiten Weltkrieg waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Auch in Sachsen suchen immer mehr Menschen Schutz vor Krieg, Verfolgung und Gewalt und eine Perspektive für sich und ihre Familien. Diese Entwicklung weckt unser Mitgefühl und unsere Hilfsbereitschaft, gleichzeitig wächst die Furcht davor, von zu vielen Hilfesuchenden überfordert zu werden.

Vor diesem Hintergrund bekräftigen die NaturFreunde Sachsen:

    • Wir sind solidarisch mit den Opfern von Gewalt und Vertreibung. Wir verurteilen Anfeindungen, Ausgrenzung und Gewalt gegen Flüchtlinge und jede Form von Rassismus.

 

    • Unser Land hat in der jüngeren Vergangenheit viel Solidarität erfahren. Viele Menschen aus Sachsen haben in den vergangenen Jahren anderswo bessere Perspektiven für sich und ihre Familien gesucht und oft auch gefunden. Auch wenn wir nicht ohne Sorgen sind, Deutschland und Sachsen geht es gut. Wir können und wollen vielen Menschen in der Not helfen, auch indem wir ihnen ein neues Zuhause bieten.

 

    • Die Flüchtlinge kommen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt zu uns. Sie bringen vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse und Erfahrungen mit nach Sachsen. Deutschland ist eine offene Gesellschaft, aber gerade deshalb auch eine wertgebundene Gesellschaft. Die Werte des Grundgesetzes bilden den Maßstab für unser Zusammenleben und daher auch für die Integration. So wird aus der Vielfalt eine Bereicherung für uns alle.

 

    • Sachsen ist von den Folgen der Abwanderung und des Geburtenrückgangs so stark betroffen wie kaum eine andere Region in Europa. Sachsen kann Zuwanderung nicht nur verkraften, sondern ist darauf angewiesen. Eine gelungene Integration ist aber genauso darauf angewiesen, dass die Aufnahme mit den begrenzten Möglichkeiten in Einklang gebracht wird.

 

    • Die Naturfreunde Sachsen fordern auch deshalb mehr Engagement bei der Bekämpfung der Ursachen von Flucht und Vertreibung. Die Möglichkeiten Deutschlands und Europas sind nicht unbegrenzt, aber hier ist mehr möglich und notwendig. Dazu kann auch der aktive Beitrag für einen wirksamen Schutz vor Gewalt von Menschen in ihrer Heimat gehören.

 

    • Es ist mehr gemeinsames und entschlosseneres europäisches Handeln notwendig, sowohl bei der Aufnahme von Flüchtlingen als auch bei der Bekämpfung der Ursachen von Not und Gewalt. Kein Land kann die Ursachen und die Folgen der aktuellen Krise alleine meistern, auch Deutschland nicht.

 

  • Es sind große, dauerhafte Anstrengungen erforderlich, um Flüchtlingen in Sachsen eine neue Heimat zu geben. Es ist auch eine Chance für Sachsen, die wir mit Herz und Verstand ergreifen.

NaturFreunde Sachsen e.V.


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